Interoperabilität des PACS europaweit nachgewiesen
VISUS absolviert mehr als 300 Tests des IHE-Connectathons erfolgreich
Einen neuen Teilnehmerrekord vermeldete der diesjährige Connectathon (CAT) der Initiative Integrating the Healthcare Enterprise (IHE) in PISA. Mehr als 75 Unternehmen und Institutionen aus ganz Europa haben in 2.200 Tests die Funktionsfähigkeit der IHE-Integrationsprofile ihrer Systeme unter Beweis gestellt. Auch der Bochumer Bildmanagementexperte VISUS hat am 11. Europäischen IHE-Connectathon teilgenommen.
“Aufgrund der großen Anzahl der durchzuführenden Tests waren wir in diesem Jahr mit vier Systemen und 14 Spezialisten aus unserer Entwicklung vor Ort. Neben einer Diagnostic Workstation und einer Mammo Workstation kamen auch zwei PACS Server zum Einsatz”, berichtet der technische Geschäftsführer Klaus Kleber. “Insgesamt konnten wir mit JiveX mehr als 300 Schnittstellentests mit Systemen anderer Hersteller erfolgreich durchführen.” Getestet wurden die Systeme in fünf Domains, darunter Radiologie, Kardiologie und IT-Infrastruktur. “Die stetig steigende Zahl von Teilnehmern zeigt die wachsende Bedeutung der Interoperabilität von IT-Systemen”, stellt Kleber heraus. 
Der Fokus von VISUS lag beim diesjährigen IHE-Connectathon auf der Speicherung, dem Abruf und der Visualisierung sowie konsistenten Darstellung im Bereich CT, EKG und Mammografie sowie dem Austausch von Bilddaten mit XDS-I (Cross-Enterprise Document Sharing for Imaging), XDS (Cross-Enterprise Document Sharing) und XDR (Cross-Enterprise Document Reliable Interchange). Hinzu kamen die Abbildung komplexerer Arbeitsabläufe und das Erstellen und Importieren von Patienten CDs.
IHE ist eine Initiative von Ärzten, Administratoren, IT-Experten der Industrie sowie Organisationen wie RSNA, HIMSS und diverse Röntgengesellschaften. Ursprünglich 1998 in den USA entstanden, haben sich IHE-Initiativen inzwischen auch in Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Norwegen und auch Japan etabliert. “Die Initiative setzt sich für die Verbesserung des technischen Informationsaustauschs zwischen verschiedenen IT-Systemen in der Medizin ein”, erläutert Kleber. Der Datenaustausch basiert auf den etablierten Standards DICOM und HL7 und wendet diese in einer prozessorientierten Sicht an.


